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Ideenfindung, was ist das

Unter Ideenfindung verstehen wir

Wie steuern Sie diesen Prozess

Ideenfindung ist zuallerst eines: ein Prozess! Und wie jeder Prozess unterliegt sie damit gewissen Gesetzmäßigkeiten, die der Steuerung und Optimierung dienen.

Dieser Prozess kann im Kopf eines einzelnen Menschen ablaufen, manchmal im Bruchteil einer Sekunde, wie auch in einer großen Forschungsabteilung oder einem Konzern, über Jahre hinweg. Fragt man 10 kreative Personen, Teams oder Organisationen, wie sich dieser Prozess gestaltet hat, wird man in der Regel (mindestens) 10 verschiedene Antworten bekommen. Vom genauen Planen wird die Rede sein, systematischer Vorgehensweise, Schritt für Schritt zielorientiert den Erfolg ansteuern, unter Einsatz geeigneter Methoden und Hilfsmittel. Aber auch von zufälligen Eingebungen und Aha-Erlebnissen, von absichtslosem Nichtstuen, von dem sich einer Idee einfach hingeben.

Wahr ist, dass der Moment, in dem Archimedes "Heureka" rief oder August Kekulè im Traum die Eingebung des Benzolrings "bekam", zu der Ideenfindung dazugehören. Sie sind erwünscht - aber nicht immer planbar. Und kommen manchmal nur selten und auch nur einzelnen Personen. Die gute Nachricht ist aber: Je optimaler solche Momente vorbereitet sind, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit auf einen Geistesblitz. Und dieser Geistesblitz kann die Grundlage für ein vollkommen neues Produkt, eine Innovation, eine Welt-Neuheit sein. Viele Erfindungen und Entwicklungen zeugen davon, vom Flugzeug über das Telefon bis hin zum Computer, von den PostIt-Haftzetteln bis hin zum Klettverschluß. Wirklichkeit gewordene Denkanstöße.

Im unternehmerischen Sinne verstehen wir unter Ideenfindung einen konsequenten und zielorientierten Prozess, der in das interne Innovationsmanagement eingebunden ist. Dies kann kurzfristig, akut, geschehen oder eine langfristige Entsprechung finden. Von wesentlicher Bedeutung hierbei sind die Orientierung an den Unternehmenszielen und das konsequente Vorgehen und Umsetzen von angemessenen Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele. Die Einhaltung bestimmter Phasen und Schritte erleichtert das Vorgehen und gibt den Beteiligten einen "Ideen-Rahmen", Gefühl des Vertrauens in den Prozess und seine Ergebnisse.

Kurzfristige Maßnahmen kennen wir oft unter dem Begriff "Ideensitzung", "Kreativworkshops" oder "Denkwerkstätten". Viele verschiedene Namen und Ausprägungen, mit 1 Ziel: Die Ideenpotenziale der Beteiligten zu aktivieren. Dies kann unter Anwendung spezieller Methoden oder Kreativtechniken geschehen, die hochwirksam die Ideenflut anregen und steuern. Oder, im einfachsten Fall, "nur" unter Einhaltung einiger grundliegender Regeln, die den Beteiligten ein Mindestmaß an kreativer Sicherheit gewährleisten, um ihre Ideen zu äußern. Das unbedachte Einstreuen verbreiteter "Killerphrasen" - wie: "das geht nicht", "da haben wir kein Geld für", viel zu aufwendig" und unzählige mehr - hat schon so manche gute Idee im Keim erstickt. Bereits bei einfachen Sitzungen und Besprechungen können die Prinzipien der Ideenfindung wirkungsvoll angewandt werden - mit den Resultaten Zeitersparnis, Motivationssteigerung und Ideengewinn.

Wenn es darum geht, langfristige Prozesse einzurichten, sprechen wir von einem gezielten Ideenmanagement, dessen Vorläufer in Deutschland das BVW (Betriebliches Vorschlagswesen) und die KVP (Kontinuierlichen Verbesserungsprozesse) und in Japan das Kaizen waren. Es gilt, systematisch und nachhaltig Ideen zur Verbesserung von Produkten oder Dienstleistungen zu sammeln, auszuwerten, aufzubereiten und umzusetzen. Ein Prozess der das wertvollste Kapital anzapft, das einem Unternehmen zur Verfügung steht: Know How, Kompetenz und Kreativität der MitarbeiterInnen.

Dieser Prozess verläuft umso wirkungsvoller, weil glaubwürdiger, wenn er eingebettet ist in eine kreative Unternehmenskultur. Machen Sie sich bewusst, ob und inwieweit die Philosophie Ihres Unternehmens oder Ihrer Organisation innovations- und ideenfreundlich ausgerichtet ist - und ob sich diese Entsprechungen auch in Ihren Leitlinien wiederfinden. Ist es beispielsweise erlaubt, Fehler zu machen, werden Fehler als ein Bestandteil des Entwicklungs- und Innovationsprozesses angesehen? Haben die Beteiligten Personen die Möglicheit, auch "verrückte" Ideen zu sammeln? Gibt es bei Ihnen Kreativ-Teams? Und, wenn ja: sind sie fach- und abteilungsübergreifend zusammengesetzt - oder sogar bewusst mit Personen unterschiedlichster Denkrichtung und kreativer Präferenz?

Steuern Sie Ihre Ideenfindungsprozesse bewusst und systematisch - kurzfristig und überdauernd - und motivieren Sie Ihre Entscheider, MitarbeiterInnen und Teams, diesen Weg gemeinsam einzuschlagen. Den Weg, das eigene Ideenpotenzial anzuzapfen und Innovationen aktiv zu gestalten. Und damit Ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig erfolgreich zu optimieren.

Praktische Erkenntnisse und Folgerungen

Nutzen: Ideenfindung ...

Weitere Denkanstöße zu diesem Thema finden Sie in den Artikeln des Monats
oder in dem Buch Königsweg Kreativität - Powertraining für kreatives Denken.


Ideenfindung optimieren heißt: Prozesse gestalten


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